Dein Brand-
Fotoshooting
Guide

Alles, was du wissen und vorbereiten musst, damit du am Ende Bilder hast, die perfekt für deine Ads, Funnel-Pages und deinen Content funktionieren.

Brand-Fotoshooting

Die häufigsten Fehler

Diese Fehler habe ich selbst schon gemacht und sehe ich immer wieder. Und fast alle lassen sich mit guter Vorbereitung verhindern. Lies sie dir einmal durch, damit du sie dir sparen kannst.

1
Zu wenig in die Kamera schauen

Seitenblicke sehen ästhetisch aus, aber ca. 80 % deiner tatsächlichen Verwendung in Ads, auf Pages und im Content braucht Fotos, bei denen du direkt in die Kamera schaust. Das ist ganz wichtig. Plane gezielt genug Bilder ein, wo du in die Kamera schaust. Seitenblicke sind nur eine Ergänzung.

Seitenblick – falsch
Blick zur Seite
Blick in die Kamera – richtig
Blick in die Kamera
2
Kein White Space

Fotos ohne oder mit wenig freier Fläche lassen sich schwieriger für viele Ads oder anderen Content nutzen. Plane Kompositionen ein, bei denen du links oder rechts im Bild stehst und die andere Seite frei bleibt. Im Hochformat ist White Space nach oben für Story-Ads und Content-Grafiken ideal. Lieber zu viel: Zuschneiden kannst du immer, nachträglich erweitern ist schwierig.

Kein White Space – falsch
Kein White Space
White Space rechts – richtig
White Space rechts
3
Nur Hochformat fotografiert

Querformat wird bei Shootings häufig vergessen, dabei ist es für Funnel-Pages und E-Mails super gut. Nimm Querformat-Shots aktiv in deine Shotlist auf, und weise deine Fotografin explizit darauf hin.

Nur Hochformat – falsch
Nur Hochformat
Querformat mit dabei – richtig
Querformat mit dabei
4
Zu ernstes Gesicht

Du musst nicht grinsen, aber ein kleines, echtes Lächeln macht für fast jede Brand extrem Sinn. Es schafft Sympathie und Vertrauen, und Vertrauen ist die Grundlage für alles, was wir in Ads und Funnels aufbauen.

Zu ernst – falsch
Zu ernst
Kleines Lächeln – richtig
Kleines Lächeln
5
Falscher Bildton in der Nachbearbeitung

Viele Fotografinnen haben einen festen Stil, warm oder kalt. Wenn deine Brandfarben kühl sind und du warme Fotos bekommst, beißt sich alles. Sprich das vorab unbedingt mit deiner Fotografin ab: Warmton zu Warmton, Kaltton zu Kaltton. Klingt simpel, wird aber regelmäßig vergessen.

Falscher Bildton – falsch
Falscher Bildton für unsere Brand
Richtiger Bildton – richtig
Richtiger Bildton für unsere Brand

Die richtige Fotografin wählen

Die Fotografin ist nicht nur technisch verantwortlich für deine Bilder. Sie ist hauptverantwortlich dafür, dass du dich wohlfühlst. Und das sieht man später auf deinen Fotos.

Was eine gute Fotografin ausmacht

Sie führt dich durchs Shooting. Sie sagt dir, wie du stehen sollst, macht Witze damit du locker wirst, und zeigt dir zwischendurch Fotos damit du dich sicher fühlst. Das ist keine Selbstverständlichkeit, aber es macht den Unterschied zwischen Fotos, die du liebst und gerne nutzt, und solchen, die du versteckst (= Investment war für die Katz).

Wähle nicht die günstigste Fotografin

Wähle deine Fotografin nicht nur nach ihrem Preis. Ein Brand-Shooting ist ein echtes Investment: du investierst deine Zeit, Energie, Studio-Zeit und Vorbereitung. Das sollte sich in der Qualität widerspiegeln.

Die Chemie zwischen euch ist entscheidend

Du verbringst einen halben oder ganzen Tag mit dieser Person. Wenn die Chemie nicht stimmt, merkt man das auf den Fotos! Triff sie vorher, z.B. auch per Zoom. Schau dir ihre Arbeit an und wie sie kommuniziert.

Wie oft solltest du neue Shootings machen?

Alle 6 bis 18 Monate ein neues Shooting hält deine Bilder aktuell. So hast du genug Abwechslung für Content, Ads und Pages, ohne immer dieselben Fotos zu recyceln.

Buche lieber seltener, aber dann richtig. Ein halber Tag mit 10 Fotos lohnt sich kaum. Plane so, dass du wirklich viele Bilder bekommst.

Outfits und Look

Deine Outfits sind Teil deiner Brand. Wähle sie entsprechend.

Wichtig: Wähle Outfits in deinen Brandfarben

Deine Outfits sollten so nah wie möglich an deinen Brandfarben sein. Wenn deine Brand warme Erdtöne hat, komm nicht mit einem knallpinken Oberteil. Wähle wirklich alles aus deiner Farbpalette heraus: Oberteil, Hose, Schuhe, Accessoires.

Beispiel: unsere Brandfarben
Rosa
Lila
Dunkel
Weiß
Blau
Rot
Outfits mit unseren Brandfarben, die ich bei Shootings getragen habe
Outfit 1Outfit 2Outfit 3Outfit 4
Die Faustregel

Mindestens 2 Outfits, besser 3 bis 4. Wie viele du schaffst, hängt von der gebuchten Stundenanzahl ab. Plane lieber mehr als zu wenig.

2h2 bis 3 Outfits
3 bis 4h3 bis 4 Outfits
6 bis 8h4 bis 5 Outfits
Smarte Tricks

Mehr Looks mit wenig Aufwand: Starte mit offenen Haaren, dann halb hochgesteckt, dann komplett hochgesteckt. Oder: neutrales Make-up, dann knalligerer Lippenstift oder farbiger Lidschatten. Das sieht aus wie komplett unterschiedliche Looks, ist aber in 5 Minuten gemacht.

Schneller Outfit-Change ohne neues Oberteil: Manchmal reicht es, einfach nur die Jacke zu wechseln – Lederjacke gegen Blazer, oder ein Accessoire in deinen Brandfarben dazu. Wenn du keine ganzen Oberteile in deinen Brandfarben hast, kann auch ein farbiger Schal, eine Kette oder eine Tasche als Outfit-Upgrade zählen.

Spiegle deine Brand-Ästhetik mit deinen Outfits wider

Deine Outfits müssen auch den Vibe deiner Brand treffen. Wenn du das klassische CEO-Bild verkörpern willst, komm nicht in einem Boho-Rock. Wenn du eine naturverbundene Brand hast, zwäng dich nicht in eine steife Businessjacke. Was deine Kundinnen bei dir bekommen, sollte auch auf deinen Fotos zu sehen sein.

Vermeide außerdem kleinteilige Muster – diese wirken auf Fotos oft unruhig und abgelenkt. Wenn Muster, dann lieber größere, klar strukturierte.

Vorbereitung: 80 % geplant, 20 % Flow

Die Zeit beim Shooting geht schneller rum als du denkst. Mit guter Vorbereitung kannst du entspannter sein und trotzdem spontan auf Ideen reagieren.

01
Leg dir ein Pinterest Board an

Leg ein Pinterest Board an und kuratiere es mit Bedacht. Speichere Fotos für Posen, für Outfit-Inspiration, für deinen Brand-Vibe und für Prop-Ideen.

Pinterest Board Beispiel
02
Erstelle deine Shotlist

Schreib auf, welche Shots du unbedingt brauchst, und teile die Liste mit deiner Fotografin. Denk dabei an Ganzkörper-Fotos und Portrait-Shots, also an verschiedene Kameraabstände, und daran, dass Querformat auf der Liste stehen muss.

03
Plane Tätigkeitsfotos und verschiedene Emotionen ein

Du brauchst nicht nur klassische Posen-und-Lächeln-Fotos. Überlege, bei welchen Tätigkeiten du fotografiert werden willst. Z.B. als Webdesignerin: MacBook in der Hand, beim Arbeiten, als Yoga-Lehrerin: mit der Matte, beim Üben. Plane außerdem verschiedene Emotionen ein, nicht nur Lächeln. Nachdenkend, konzentriert, genervt, staunend: Diese Fotos sind Gold für Ads und Content.

Tätigkeitsfotos Beispiel 1Tätigkeitsfotos Beispiel 2Tätigkeitsfotos Beispiel 3
04
Plane, welche Props du mitbringen wirst

Welche Props passen zu deiner Brand und zu dem, was du tust? Laptop, Notizbuch, Kaffeetasse, Blumen, Kamera etc. Alles, was deine Brand-Geschichte erzählt, ist ein potenzieller Prop. Mach eine kurze Liste und pack alles vorab ein.

Props Beispiel 1Props Beispiel 2Props Beispiel 3
05
Check die Location vorab

Was gibt es in deiner Location? Stühle, natürliches Licht, einen Außenbereich? Welche Spots passen zu welchem Outfit und welchen Shots? Wenn du das vorab weißt, verlierst du am Tag selbst keine Zeit.

06
Plane deine Shots pro Outfit

Überlege vorab, welche Shots du in welchem Outfit machen willst. Das spart enorm viel Zeit bei den Wechseln und stellt sicher, dass du deine Must-haves in jedem Look auch wirklich kriegst.

Shots pro Outfit Beispiel 1Shots pro Outfit Beispiel 2Shots pro Outfit Beispiel 3
07
Sprich den Bildton mit deiner Fotografin ab

Sprich vorab ab, wie die Fotos bearbeitet werden sollen: warm oder kalt? Viele Fotografinnen haben einen festen Stil. Wenn deine Brandfarben kühl sind, brauchst du kühl bearbeitete Fotos. Das lässt sich später kaum noch korrigieren.

Am Tag des Shootings

Die Vorbereitung hast du gemacht. Jetzt geht es darum, in den richtigen Zustand für dein Shooting zu kommen und die Zeit optimal zu nutzen.

Spiele deine Playlist ab

Erstelle vorab eine Playlist, die dich genau in den Vibe bringt, den du auf den Fotos rüberbringen willst. Bei welcher Musik fühlst du dich so wie das, was du auf deinen Fotos ausstrahlen möchtest?

Plane Pufferzeit ein

Komm nicht gestresst an. Plane mindestens 30 bis 45 Minuten Pufferzeit ein. Buche außerdem lieber mindestens 3 bis 4 Stunden, besser 6 bis 8. Die Zeit geht schneller um als du denkst.

Kenne deine Schokoladenseite

Mach vorher zu Hause Probeaufnahmen. Schau dir Fotos von dir an, die du nicht magst, und analysiere warum. Liegt es an der Kameraposition? Gibt es Posen in denen du dir nicht gefällst? Gib deiner Fotografin gezielt Feedback, worauf sie achten kann.

Hab 3 bis 4 Lieblingsposen parat

Du musst nicht improvisieren. Übe vorher 3 bis 4 Posen, in denen du dich sicher und gut fühlst. Das gibt dir Sicherheit, und deine Fotografin kann wunderbar darauf aufbauen.

Atme durch.

Es ist ungewohnt und kann sich komisch anfühlen. Aber: Je besser du vorbereitet bist, desto entspannter kannst du sein. Vertrau deiner Fotografin, vertrau deiner Vorbereitung, und gib einfach dein Bestes.

Pack Snacks und Wasser ein

Du stehst stundenlang vor der Kamera – da geht der Blutzucker gerne mal runter. Pack dir Wasser und Snacks ein, damit du gut versorgt bist, Energie hast und konzentriert bleibst.

Deine Checkliste

Wochen vorher
Fotografin ausgewählt und gebucht ( Chemie checken! )
Pinterest Board angelegt und befüllt
Shotlist erstellt (Outfits, Abstände, Tätigkeiten, Emotionen, Querformat )
Props zusammengestellt
Outfits ausgewählt ( Brandfarben und Vibe)
Outfit-Reihenfolge festgelegt ( Must-haves zuerst )
Bildton (warm oder kalt) mit Fotografin abgesprochen
Shotlist mit Fotografin geteilt
Am Tag selbst
Pufferzeit einplanen (mind. 30–45 Min.)
Playlist abspielen
Shotlist und Props griffbereit haben
Kurz durchatmen vor dem Start
Direkt in die Kamera schauen, aktiv dran denken
White Space einplanen, bei jedem Outfit
Querformat-Shots aktiv einfordern
Emotionen variieren, nicht nur lächeln
Tätigkeitsfotos nicht vergessen
Snacks und Wasser einpacken
Kurz vorher
Location vorab gecheckt
Probeaufnahmen zu Hause gemacht
Lieblingsposen geübt
Playlist erstellt
Danach
Fotos nach Erhalt kurz durchschauen und sortieren
Nach Format, Emotion und Verwendungszweck ordnen
Nächstes Shooting in 6 bis 18 Monate vormerken