Alles, was du wissen und vorbereiten musst, damit du am Ende Bilder hast, die perfekt für deine Ads, Funnel-Pages und deinen Content funktionieren.
Diese Fehler habe ich selbst schon gemacht und sehe ich immer wieder. Und fast alle lassen sich mit guter Vorbereitung verhindern. Lies sie dir einmal durch, damit du sie dir sparen kannst.
Seitenblicke sehen ästhetisch aus, aber ca. 80 % deiner tatsächlichen Verwendung in Ads, auf Pages und im Content braucht Fotos, bei denen du direkt in die Kamera schaust. Das ist ganz wichtig. Plane gezielt genug Bilder ein, wo du in die Kamera schaust. Seitenblicke sind nur eine Ergänzung.
Fotos ohne oder mit wenig freier Fläche lassen sich schwieriger für viele Ads oder anderen Content nutzen. Plane Kompositionen ein, bei denen du links oder rechts im Bild stehst und die andere Seite frei bleibt. Im Hochformat ist White Space nach oben für Story-Ads und Content-Grafiken ideal. Lieber zu viel: Zuschneiden kannst du immer, nachträglich erweitern ist schwierig.
Querformat wird bei Shootings häufig vergessen, dabei ist es für Funnel-Pages und E-Mails super gut. Nimm Querformat-Shots aktiv in deine Shotlist auf, und weise deine Fotografin explizit darauf hin.
Du musst nicht grinsen, aber ein kleines, echtes Lächeln macht für fast jede Brand extrem Sinn. Es schafft Sympathie und Vertrauen, und Vertrauen ist die Grundlage für alles, was wir in Ads und Funnels aufbauen.
Viele Fotografinnen haben einen festen Stil, warm oder kalt. Wenn deine Brandfarben kühl sind und du warme Fotos bekommst, beißt sich alles. Sprich das vorab unbedingt mit deiner Fotografin ab: Warmton zu Warmton, Kaltton zu Kaltton. Klingt simpel, wird aber regelmäßig vergessen.
Die Fotografin ist nicht nur technisch verantwortlich für deine Bilder. Sie ist hauptverantwortlich dafür, dass du dich wohlfühlst. Und das sieht man später auf deinen Fotos.
Sie führt dich durchs Shooting. Sie sagt dir, wie du stehen sollst, macht Witze damit du locker wirst, und zeigt dir zwischendurch Fotos damit du dich sicher fühlst. Das ist keine Selbstverständlichkeit, aber es macht den Unterschied zwischen Fotos, die du liebst und gerne nutzt, und solchen, die du versteckst (= Investment war für die Katz).
Wähle deine Fotografin nicht nur nach ihrem Preis. Ein Brand-Shooting ist ein echtes Investment: du investierst deine Zeit, Energie, Studio-Zeit und Vorbereitung. Das sollte sich in der Qualität widerspiegeln.
Du verbringst einen halben oder ganzen Tag mit dieser Person. Wenn die Chemie nicht stimmt, merkt man das auf den Fotos! Triff sie vorher, z.B. auch per Zoom. Schau dir ihre Arbeit an und wie sie kommuniziert.
Alle 6 bis 18 Monate ein neues Shooting hält deine Bilder aktuell. So hast du genug Abwechslung für Content, Ads und Pages, ohne immer dieselben Fotos zu recyceln.
Buche lieber seltener, aber dann richtig. Ein halber Tag mit 10 Fotos lohnt sich kaum. Plane so, dass du wirklich viele Bilder bekommst.
Deine Outfits sind Teil deiner Brand. Wähle sie entsprechend.
Deine Outfits sollten so nah wie möglich an deinen Brandfarben sein. Wenn deine Brand warme Erdtöne hat, komm nicht mit einem knallpinken Oberteil. Wähle wirklich alles aus deiner Farbpalette heraus: Oberteil, Hose, Schuhe, Accessoires.
Mindestens 2 Outfits, besser 3 bis 4. Wie viele du schaffst, hängt von der gebuchten Stundenanzahl ab. Plane lieber mehr als zu wenig.
| 2h | 2 bis 3 Outfits |
| 3 bis 4h | 3 bis 4 Outfits |
| 6 bis 8h | 4 bis 5 Outfits |
Mehr Looks mit wenig Aufwand: Starte mit offenen Haaren, dann halb hochgesteckt, dann komplett hochgesteckt. Oder: neutrales Make-up, dann knalligerer Lippenstift oder farbiger Lidschatten. Das sieht aus wie komplett unterschiedliche Looks, ist aber in 5 Minuten gemacht.
Schneller Outfit-Change ohne neues Oberteil: Manchmal reicht es, einfach nur die Jacke zu wechseln – Lederjacke gegen Blazer, oder ein Accessoire in deinen Brandfarben dazu. Wenn du keine ganzen Oberteile in deinen Brandfarben hast, kann auch ein farbiger Schal, eine Kette oder eine Tasche als Outfit-Upgrade zählen.
Deine Outfits müssen auch den Vibe deiner Brand treffen. Wenn du das klassische CEO-Bild verkörpern willst, komm nicht in einem Boho-Rock. Wenn du eine naturverbundene Brand hast, zwäng dich nicht in eine steife Businessjacke. Was deine Kundinnen bei dir bekommen, sollte auch auf deinen Fotos zu sehen sein.
Vermeide außerdem kleinteilige Muster – diese wirken auf Fotos oft unruhig und abgelenkt. Wenn Muster, dann lieber größere, klar strukturierte.
Die Zeit beim Shooting geht schneller rum als du denkst. Mit guter Vorbereitung kannst du entspannter sein und trotzdem spontan auf Ideen reagieren.
Leg ein Pinterest Board an und kuratiere es mit Bedacht. Speichere Fotos für Posen, für Outfit-Inspiration, für deinen Brand-Vibe und für Prop-Ideen.
Schreib auf, welche Shots du unbedingt brauchst, und teile die Liste mit deiner Fotografin. Denk dabei an Ganzkörper-Fotos und Portrait-Shots, also an verschiedene Kameraabstände, und daran, dass Querformat auf der Liste stehen muss.
Du brauchst nicht nur klassische Posen-und-Lächeln-Fotos. Überlege, bei welchen Tätigkeiten du fotografiert werden willst. Z.B. als Webdesignerin: MacBook in der Hand, beim Arbeiten, als Yoga-Lehrerin: mit der Matte, beim Üben. Plane außerdem verschiedene Emotionen ein, nicht nur Lächeln. Nachdenkend, konzentriert, genervt, staunend: Diese Fotos sind Gold für Ads und Content.
Welche Props passen zu deiner Brand und zu dem, was du tust? Laptop, Notizbuch, Kaffeetasse, Blumen, Kamera etc. Alles, was deine Brand-Geschichte erzählt, ist ein potenzieller Prop. Mach eine kurze Liste und pack alles vorab ein.
Was gibt es in deiner Location? Stühle, natürliches Licht, einen Außenbereich? Welche Spots passen zu welchem Outfit und welchen Shots? Wenn du das vorab weißt, verlierst du am Tag selbst keine Zeit.
Überlege vorab, welche Shots du in welchem Outfit machen willst. Das spart enorm viel Zeit bei den Wechseln und stellt sicher, dass du deine Must-haves in jedem Look auch wirklich kriegst.
Sprich vorab ab, wie die Fotos bearbeitet werden sollen: warm oder kalt? Viele Fotografinnen haben einen festen Stil. Wenn deine Brandfarben kühl sind, brauchst du kühl bearbeitete Fotos. Das lässt sich später kaum noch korrigieren.
Die Vorbereitung hast du gemacht. Jetzt geht es darum, in den richtigen Zustand für dein Shooting zu kommen und die Zeit optimal zu nutzen.
Erstelle vorab eine Playlist, die dich genau in den Vibe bringt, den du auf den Fotos rüberbringen willst. Bei welcher Musik fühlst du dich so wie das, was du auf deinen Fotos ausstrahlen möchtest?
Komm nicht gestresst an. Plane mindestens 30 bis 45 Minuten Pufferzeit ein. Buche außerdem lieber mindestens 3 bis 4 Stunden, besser 6 bis 8. Die Zeit geht schneller um als du denkst.
Mach vorher zu Hause Probeaufnahmen. Schau dir Fotos von dir an, die du nicht magst, und analysiere warum. Liegt es an der Kameraposition? Gibt es Posen in denen du dir nicht gefällst? Gib deiner Fotografin gezielt Feedback, worauf sie achten kann.
Du musst nicht improvisieren. Übe vorher 3 bis 4 Posen, in denen du dich sicher und gut fühlst. Das gibt dir Sicherheit, und deine Fotografin kann wunderbar darauf aufbauen.
Es ist ungewohnt und kann sich komisch anfühlen. Aber: Je besser du vorbereitet bist, desto entspannter kannst du sein. Vertrau deiner Fotografin, vertrau deiner Vorbereitung, und gib einfach dein Bestes.
Du stehst stundenlang vor der Kamera – da geht der Blutzucker gerne mal runter. Pack dir Wasser und Snacks ein, damit du gut versorgt bist, Energie hast und konzentriert bleibst.